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The Guyver Data 1-12

           Titel:    The Guyver (Kyôshoku Sôkô Guyver)
Produktion:    © 1987-1993 Takaya Productions/ K.S.S./ Bandai/ MOVIC/ Tokuma Shôten
 Spieldauer:    29 min, 28 min, 28 min, 31 min, 26 min, 29 min, 25 min, 26 min, 26 min, 26 min, 25 min, 30 min
      Version:    dubbed, PAL, PG-15
Distributor:    © 1994 Manga Entertainment Ltd.

Review 018, vom 02. 01. 04

    Bio Booster Armor Guyver ist vor ca. 10 Jahren eine der bekanntesten OVAs im Animebereich gewesen, wenn nicht Die Bekannteste. (Es gibt übrigens keine Ähnlichkeiten mit dem "gleichnamigen" TV-Helden (Mac)Gyver.)
    Die Geschichte ist in der Gegenwart angesiedelt. Als Quasieinleitung bekommen wir im Vorspann gesagt, dass das Leben eine unbegrenzte Energie besitzt, die über das wissenschaftliche Verständnis weit hinausgeht. Diese Energie wurde in eine "neue" ultimative Waffe transformiert. Nämlich einen mysteriösen, organischen Mechanismus namens Guyver, der mit dem, der ihn aktiviert, zu einem übernatürlichen Kämpfer verschmilzt. Die 4 Hauptfiguren sind Sho Fukamachi, ein normaler Highschoolschüler, der unglaublich auf seine Mitschülerin, Mizuki, steht. Die beiden scheinen sich schon seit sie klein waren zu kennen und dadurch ist Sho auch mit ihrem großen Bruder, Tetsuro, sehr gut befreundet. Der einzigste, der ihm ein bisschen im Weg zu stehen scheint, ist der coole und geheimnisvoller Schüler vom Dienst, Agito Makashima. Die Story beginnt, indem man Zeuge wird, wie sich ein Typ mit einem ungewöhnlich dreieckigen Koffer, aus Metall, auf der Flucht befindet. Er telefoniert mit jemanden, der ihm helfen will, wenn er den Koffer zu ihm bringt. Der Flüchtige scheint irgendwie von einer seltsamen Krankheit befallen zu sein. Dummerweise wird er von einem LKW angefahren und mutiert dadurch zu einem riesigen Monster. Sho und Tetsuro befinden sich gerade zusammen auf dem Heimweg von der Schule als sie in die Verfolgungsjagd verwickelt werden. Im Koffer befinden sich drei Guyver Mechanismen. Einer der Verfolger, namens Gregol,  mutiert selber zu einem noch größeren Monstrum, als der Flüchtige. Wobei der Name nicht  Personenbezogen ist, sondern hier die spezielle Bezeichnung für die Mutationsform ist, die vom Auftraggeber allgemein hin als Zoanoid bezeichnet wird. Der flüchtige Mutant (Zoanoid) sieht keinen Ausweg mehr und sprengt sich selbst in die Luft. Dadurch werden die Guyvereinheiten mit in die Luft gesprengt. Sho fliegt einer dieser Mechanismen direkt vor die Füße und er aktiviert ihn aus versehen, indem er ihn berührt. Die Guyvereinheit verschmilzt mit Sho, und Sho wird zum Guyver-Kämpfer. Sho tötet den Zoanoid Gregol und den Anführer der Verfolger, der zu einem weiteren Zoanoid namens Vamore mutiert ist. Danach erkennt Sho erst zu was er geworden ist. Er ist geschockt, doch der Guyvermechanismus verschwindet nach dem Kampf wieder und Sho scheint wieder völlig normal zu sein. Das Verfolgerteam konnte nur eine der Guyvereinheiten retten, die aber leider bei der Explosion beschädigt wurde. Die dritte Guyvereinheit scheint verschollen zu sein. Und zu allem Überfluss scheinen dies auch noch die einzigsten drei Guyvereinheiten gewesen zu sein, die im Besitz der Organisation mit dem Namen Chronos gewesen sind. (Chronos ist dabei die übliche Geheimorganisation mit Weltherrschaftsambitionen.) So endet die erste Episode. Und um dass hier nicht wieder zu einem Roman (wie bei RoLW) ausarten zu lassen, werde ich die Story ab hier etwas gekürzt wiedergeben. Sho wird von Chronos als Guyver 1 geführt. In den nächsten Teilen muss er gegen Guyver 2 antreten, der die aktivierte Guyvereinheit ist, die Chronos für sich retten konnte. Weiterhin bekommt es Sho mit immer stärker werdenden Zoanoids zu tun, wie Zerbebuth oder dem Hyper Zoanoid Team Five. Besonders erfolgreich ist ein experimenteller Zoanoid namens Enzyme, da Sho tatsächlich von ihm besiegt wird. Doch der Guyverorganismus lässt sich nicht so leicht töten. Sho wird durch den Guyvermechanismus wiederbelebt und zerstört am Ende von Teil 6 Chronos Japan. Er bekommt dabei Hilfe von Guyver 3, der im besitz von Agito Makashima ist. Agito hat sich zum Ziel gesetzt Chronos zu vernichten, da die Organisation seine Eltern auf dem Gewissen hat. Als Mitarbeiter von Chronos versucht er seine Identität als Guyver 3 Geheimzuhalten, um die Organisation quasi von innen heraus zu zerstören. Mit der Vernichtung von Chronos Japan ist aber der Kampf gegen die Chronosorganisation noch nicht beendet. Das nächste Ziel der beiden Guyver ist das Hauptquartier von Chronos, das sich in einem Berg namens Minakami befindet. Es soll gleichzeitig der Ort sein an dem Chronos die außerirdische Technologie entdeckt hat. Sho hat dabei aber genug zu tun, neben Mizuki und Tetsuro, vor allem seinen Vater zu beschützen, da Chronos versucht über ihn an Sho, und somit dem Guyver heranzukommen. In der zweiten Staffel (Episode 6-12) bekommt Sho jedoch unerwartete Hilfe von einem Mann, namens Murakami, der sich als Journalist ausgibt, sich jedoch später als ein Zoalord entpuppt, der neben Guyverähnlichen Kräften auch telepatische Fähigkeiten hat, mit denen er in der Lage ist Zoanoids kurzzeitig zu paralysieren. Die Masterminds von Chronos sind ebenfalls Zoalords. Dies sind zum einen General Gyou, der nach dem Verlust der Guyvereinheiten, die Kontrolle über Chronos Japan übernahm. Zum anderen ist da Dr. Balcus, der im Hauptquartier von Chronos die Fäden in der Hand hält. Diese beiden kämpfen aber nicht persönlich (zumindest nicht in dieser OVA). Balcus schickt in der zweiten Staffel vor allem die Lost Unit, eine Gruppe aus drei experimentellen Zoanoids, und eine Weiterentwicklung von Enzyme gegen den Guyver ins rennen. Besonders Enzyme II macht dem Guyver wieder schwer zu schaffen, da Balcus den Vater von Sho in einen Enzyme II verwandelt. Sho kann sich nach diesem Kampf bis kurz vor Schluss nicht mehr in den Guyver transformieren. Deswegen muss Agito gegen eine Übermacht antreten und Murakami wird gezwungen sich zu transformieren und dadurch als Zoalord zu erkennen zu geben. Im letzten Teil bekommt es Sho mit dem abtrünnigen Mitglied der Lost Unit, Aptom, zu tun, der Rache für seine getöteten Kameraden will. Es gelingt den beiden Guyvers, Sho und Agito, nicht das Hauptquartier von Chronos zu zerstören. Schlimmer noch, zum Schluss taucht auch noch General Gyou wieder auf, der nach Teil 6 schon erledigt zu sein schien. Leider ist dass dann auch das abrupte Ende dieser OVA.

    Durch das abrupte Ende blieben wirklich viele Fragen offen. Warum die Serie nicht fortgesetzt wurde weiß ich nicht. Aber da dass hier eine OVA ist, die auf einem Manga basiert, ist dass nicht ungewöhnlich, sondern eher die Regel. Ungewöhnlich ist vielleicht nur, dass bei der (fast) Maximallänge für eine OVA (ca. 6 Stunden) nicht einmal ansatzweise das Geheimnis um die Zoalords gelüftet wurde. Aber gut, abgesehen davon ist die Geschichte wirklich extrem gut. Vor allem die Hintergründe, die von General Gyou und Murakami erzählt werden, finde ich echt super. Danach ist die gesamte Menschheit nichts weiter als ein fehlgeschlagenes Waffenexperiment, das von seinen außerirdischen  Entwicklern im Stich gelassen wurde, weil es außer Kontrolle geraten ist. Die Guyvereinheiten sind anscheinend nichts weiter als so eine Art Rüstung, um sich gegen alle möglichen Gefahren besser verteidigen zu können. (Dabei ist der Guyver so was wie ein biomechanischer Organismus, der mit seinem Träger eine Symbiose eingeht und somit untrennbar mit ihm verbunden ist. Nachteil ist nur, dass der Guyver mit einem kleinen runden metallischem Objekt kontrolliert wird, das sich auf der Stirn befindet. Wird dieses Objekt im Kampf beschädigt oder entfernt, wird der Träger bei lebendigen Leibe durch den außer Kontrolle geratenen Guyverorganismus zersetzt.) Trotz das die Story ziemlich klischeehaft aufgebaut ist, wird durch eine besonders gute Umsetzung, eine ungewöhnlich düstere und spannende Atmosphäre, für diese Art von Geschichte erschaffen. Es wird aber auch mit unerwarteten Plotwendungen aufgewartet. So wird Sho tatsächlich in Episode 5 im Kampf besiegt. Sprich der Guyverorganismus zersetzt ihn. Oder auch der Kampf zwischen Sho und seinem Vater, als Enzyme II. Und obwohl Agito und Sho theoretisch auf der selben Seite stehn, bleibt die Geschichte durch Agitos Verhalten gegenüber Sho, Mizuki und Tetsuro immer noch interessant. Da Agito sehr Vorsichtig und auf Geheimhaltung bedacht ist, um seine Identität als Guyver 3 nicht auffliegen zulassen, und somit auch seine Position als Mitarbeiter von Chronos zu schützen. Dies führt oft zu interessanten Situationen. Die Geschichte ist aber, auf der anderen Seite, leider auch extrem stark von dem beeinflusst was heute, vor allem bei den Anime-TV-Serien, zum Standard geworden ist. Nämlich der Hang im japanischen zum übertrieben Theatralischen. Diese Übertreibung wird an einigen Stellen so stark zelebriert, dass die Szene nichts weiter als nur noch unfreiwillig komisch ist. Mizuki lässt zum Beispiel keine Gelegenheit aus, um die Screamqueen "zu feiern", und Tetsuro ist immer zur Stelle wenn irgendetwas zu Kommentieren ist. Es werden Stellenweise regelrechte "Betroffenheitszeremonien" abgehalten und in Sentimentalität gebadet. Genauso wie man es aus heutigen Anime-TV-Serien kennt, die ja auch bei uns mittlerweile "ziemlich" erfolgreich laufen (wie z.B.: YoGiOh, Bayblade, X, Escaflowne etc.) Das außergewöhnliche ist, dass die OVA tatsächlich in der Lage ist, durch ihre extrem gute Umsetzung, diese Schwächen abzufangen. (Zumindest meiner Meinung nach.) Andererseits muss man auch sagen das dieser Stil nun mal auch typisch für Comics im allgemeinen ist. Und wenn ich das nicht aushalten könnte und nicht großzügig darüber hinwegsehen könnte, wäre ich sicher nicht hier und würde diese Review schreiben.

    Kommen wir nun zu dem was diese OVA ausmacht. Nämlich dem Charakterdesign. Dabei meine ich gar nicht mal so sehr die Darstellung der Personen, die mehr oder weniger der übliche Standard sind. Es ist die Meisterleistung Guyver. Der Guyver ist wirklich das beste Stück Mechadesign, dass ich bis jetzt gesehen habe. Die ganzen Features der Bio-Booster-Rüstung: Laser, Blades, Megasmasher und, und, und, sind wirklich unglaublich gut designtechnisch in die Figur eingebaut worden. Besonders genial ist der Megasmasher im Einsatz, wenn er eine Schneise von einem Kilometer hinterlässt, in der nichts mehr steht. Neben dem genialem Guyverdesign können aber auch die Zoanoids mit  ihrem Aussehen überzeugen. Der Übergang in die Mutationsform wurde teilweise extrem aufwendig und detailliert in Szene gesetzt. Die Kämpfe sind ebenfalls sehr gut inszeniert worden. Es artet teilweise in ganz schöne Gemetzel aus, mit viel Blut und herumfliegenden Körperteilen. Highlights sind hier wohl besonders die Kämpfe wenn Enzyme bzw. Enzyme II beteiligt ist. Als man beispielsweise zum Schluss der OVA dachte, dass jetzt nichts mehr kommt, wird man durch das extrem gute Design des mutierten Zoalords überrascht, der dann gegen drei Enzyme IIs antreten muss. Die Designs stammen natürlich hauptsächlich aus dem dazugehörigen Manga. Dennoch ist eine dermaßen gute Umsetzung für die Animeversion nicht selbstverständlich. Das Screenplay ist ebenfalls außergewöhnlich gut gelungen und erzeugt mit seinen Einstellungen und Perspektiven eine Atmosphäre die einfach ihres gleichen sucht. Die Hintergründe bestehen hauptsächlich aus den Standardhintergründen (Schule und Umfeld). Daneben gibt es noch ein bisschen Großstadt zu sehen. Allerdings wird in der zweiten Staffel (ab Folge 7) das Geschehen komplett in die freie Natur verlegt. Was das ganze ein bisschen wie einen Wochenendausflug ins Grüne wirken lässt. Im allgemeinen kann man sagen, dass die Qualität der zweiten Staffel etwas unter der ersten liegt. Es ist gar nicht mal so sehr schlechtere Qualität, sondern vielmehr die Schwankungen, die einem ein bisschen auffallen. Die Lost Unit ist auch nicht mehr so genial, wie zum Beispiel das Hyper Zoanoid Team Five. Ein geniales Gimmick am Ende jeder Folge (nach dem Abspann) der ersten Staffel sind, für mich auf alle Fälle, die Data Files der verschiedenen Zoanoids und Guyvers gewesen. In diesen werden alle Eigenschaften des entsprechenden Zoanoids, der in der Folge vor kam, wie in einer Art Nachruf, noch einmal genannt. Leider wird dieses geniale Gimmick nicht in der zweiten Staffel fortgesetzt, was der Serie mit Sicherheit nicht gut getan hat. Ich kann mich noch erinnern wie enttäuscht ich war, als ich festgestellt habe, das es ab Teil 7 keine Data Files mehr zu sehen gab. Andererseits muss man auch zugeben dass es ab Teil 7 auch nicht mehr soviel zu zeigen gab. Ich hätte aber zu gern den Data File zu Murakami gesehen. Aber egal. Den Namen den man sich hier merken muss ist Hidetoshi Omori. Ein Mann der schon länger im Animegeschäft ist. Hat er doch schon bei dem, 1987 erschienen, Episodenfilm Robot Carnival mitgewirkt (Deprive). Er gehört somit also schon länger zu den führenden Animatoren in Japan.

    O.k., ich fasse zusammen. Der Guyver ist die beste Comicheldenfigur die ich kenne. Er sticht jede amerikanische Figur aus, wenn wir jetzt mal von Spawn absehen. Als ich den Trailer zu dieser Serie gesehen habe, war ich mir sicher, dass diese OVA niemals halten kann was sie in ihrem Vorspann verspricht. Doch ich habe mich getäuscht. Bei Manga Video wusste man anscheinend sofort was man da hatte. Guyver war die erste OVA bei der pro Tape nur eine Episode oben war, wobei die Spieldauer teilweise unter 30 Minuten lag. The Guyver war das erste monatliche Comicvideo, und auch die einzigste OVA bei der das je funktioniert hat - Vermarktungstechnisch. Manga Video hat danach gedacht, dass sie das jetzt zur Regel machen können. Die erste Serie die die Nachfolge antreten sollte war Legend of the four Kings. Leider war diese Serie so schlecht das sie heute Nichteinmalmehr im Sortiment von Manga Video ist. Ich selbst habe diese OVA zwar nie gesehen, aber ich habe da einfach mal auf die Reviews von anderen vertraut, die mir alle von dieser Serie abgeraten haben. Zu dieser Zeit war das einer der wenigen Titel, die ich mir nicht gekauft habe. Der zweite Versuch von Manga Video war dann die New Dominion Tank Police. Was ich von dieser Serie halte, kann man sich in meiner Review ansehen. Der letzte Titel war dann glaube ich Giant Robo. Na ja, eigentlich nicht, weil die Episoden dieser OVA 45 Minuten ging. Aber der Erfolg muss sich trotz guter Kritiken doch in Grenzen gehalten haben. Jedenfalls hat Manga Video danach das Vorhaben aufgegeben, monatlich ein Video mit nur einer Episode herauszubringen. (Ich selbst habe Giant Robo nicht gesehen, da ich nach dem Reinfall mit New Dominion Tank Police etwas vorsichtiger geworden bin) Als ich die Guyver-Serie damals gekauft habe, übertraf die Spieldauer der Werbung, vor und nach einer Folge, fast die Folge selbst. (Besonders komisch war das sogar für die Serie selbst noch mal geworben wurde, wodurch man den Vorspann zweimal hintereinander zu sehen bekam. Ich meine, irgendwann muss doch mal gut sein. Mehr als kaufen kann ich es doch auch nicht. Wahrscheinlich war man bei Manga Video bis zum Schluss unsicher, ob der Vertrieb, mit einer Episode pro Tape, wirklich klappen wird.) Der Grund warum es beim Guyver geklappt hat und bei den anderen Serien nicht, ist einfach die Tatsache das der Guyver eine wirklich gute OVA ist. Mir fällt auf Anhieb nichts Vergleichbares ein, was den Erfolg betriff. In den USA war der Guyver sogar so erfolgreich, dass zwei Realfilme produziert wurden. Es waren zwar nur die üblichen B-Movies, aber in einem hat immerhin Mark Harmill mitgespielt. Die beiden Streifen liefen übrigens auch schon mal im deutschen Fernsehen. Außerdem gab es vor dieser OVA bereits einen Guyver-Anime namens Guyver - Out of Control, den ich aber bisher auch noch nicht gesehen habe. In der AnimaniA stand zu der 12teileigen OVA ziemlich nüchtern: "Temporeiche, gut in Szene gesetzte Monsteraction nebst einiger derben Gore-Einlagen". Andererseits war der Guyver der erste Titel überhaupt gewesen, über den in der AnimaniA berichtet wurde. Und er war auch gleich auf dem Cover von Ausgabe 1 gewesen, was meiner Meinung nach, eine Menge über die Popularität dieser Serie damals aussagt. Der Autor der Guyver-Artikel (OK) schrieb in Ausgabe 7 auch die Review zu Out of Control. Dort meinte er dass ihm dieser sehr viel besser als die 12teilige OVA gefallen hat (Zitat: "der beste aller Guyver-Anime"). Allerdings muss ich sagen dass ich dem Urteilsvermögen von OK nicht sehr vertraue, denn während er in Ausgabe 1 noch geschrieben hat, dass die zweite Staffel mit besserer Animation aufwartet, meinte er in Ausgabe 5 das die zeichnerische Qualität ab Teil 7 zu wünschen übrig lässt. Falls sich jemand näher für den Guyver interessiert, kann ich an dieser Stelle die Internetseite www.bioweapons.com empfehlen, von der ich mir auch einige Screenshots ausgeborgt habe. Dort sind zum Beispiel ein paar Ausschnitte aus Guyver - Out of Control zu sehen. Wenn ich ehrlich bin, haben mich die aber im Vergleich zu der 12teiligen OVA nicht gerade vom Hocker gerissen. So, und wer die Bilder auf dieser Seite in größer sehen will, oder sich zum Beispiel dafür interessiert, wer denn die 12 Zoalords sind, von denen Dr. Balcus in der OVA mal kurz spricht, sollte unbedingt auf dieser Seite vorbeischauen. Im Manga scheint es auch noch einen Guyver Gigantic zu geben, den man sich ebenfalls auf dieser Seite mal ansehen kann. ("Ulkigerweise" bekommt man nur Sexseiten angeboten, wenn man Guyver als Suchbegriff bei Google eingibt.) Wegen der kleinen Kritikpunkte und weil diese Art von "kleiner Mann ganz groß" - Geschichte normalerweise nicht so mein Fall ist, gebe ich diesem Titel nur 4 Sterne. Ich muss aber sagen dass diese OVA eine von denen ist, die ich mir immer mal wieder ankucke. Der Guyver ist eine Kultfiguren des Anime, wie etwa der Devilman oder Fist of the North Star, und dass zu recht. Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass diese OVA absolut empfehlenswert ist.

    Der Manga stammt von Yoshiki Takaya, der so wie es aussieht auch eine Produktionsfirma für Animes hat, die bei dieser OVA beteiligt war. Er selbst hatte aber anscheinend keine tragende Rolle bei der Produktion. Der Manga ist in den USA bei Viz Comics erschienen. Ob er aber noch vertrieben wird, ist mir leider nicht bekannt. Als ich anlässlich dieser Review mal auf der Internetseite von Viz war, hatte ich den Titel nicht mehr im Programm gefunden. Die Animeserie wird in den Staaten und auf der Insel von Manga Video vertrieben. Soweit ich weiß ist sie nur synchronisiert erhältlich. Wie schon erwähnt, gab es diese OVA eine Zeit lang tatsächlich nur eine Folge pro Tape. Mittlerweile kann man aber auch schon 4 Folgen pro Tape bekommen. Ein besonderes Gimmick war das bei den Einzeltapes die Innenseite des Covers mit einem Comicstrip namens Hellkatt bedruckt war. Da die Kassettenhüllen von Manga Video ja durchsichtig gewesen sind, ging das. Eine deutsche Version ist im Moment wohl noch nicht vorhanden. Die englische Synchro ist, bis auf ein paar Nebenrollen, wirklich gut gelungen. Die Musik im Vor - und Abspann ist nicht die Originalmusik, sondern wurde von Manga Video ersetzt. Mir persönlich gefällt die Musik sehr gut. Ich finde sogar, dass sie sehr gut zu der OVA passt und auch zur genialen Atmosphäre der Serie beiträgt. Eine wichtige Information ist wohl noch, dass bei der letzten Folge einige Szenen geschnitten sein sollen. Als Aptom Mizuki entführt hat, versucht er Sho zu provozieren, indem er ihr die Kleider vom Leib reißt. Diese Szenen sollen irgendwie geschnitten worden sein, hab ich gelesen. Da das auf dem Cover und im Abspann auch so angedeutet ist, kann man davon ausgehen das dies wahrscheinlich kein Gerücht ist. Möglicherweise wollte man hier ein Adultrating vermeiden. Da ich nur die UK-Version kenne, weiß ich nicht wie diese Sache in den Staaten gehandhabt wurde, und ob eine ungeschnittene Episode 12 dort im Umlauf ist.

Meine Wertung: iria4.jpg (12247 Byte)

           Titel:    The Guyver (Kyôshoku Sôkô Guyver)
Produktion:    © 1987-1993 Takaya Productions/ K.S.S./ Bandai/ MOVIC/ Tokuma Shôten
 Spieldauer:    29 min, 28 min, 28 min, 31 min, 26 min, 29 min, 25 min, 26 min, 26 min, 26 min, 25 min, 30 min
      Version:    dubbed, PAL, PG-15
Distributor:    © 1994 Manga Entertainment Ltd.

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