Grundlegende Voraussetzungen für den Empfang von Funkfernschreiben und Wetterfaxkarten sind zunächst folgende:

  • Empfänger

    Ganz wichtig ist, dass mit dem Empfänger Einseitenbandempfang (Oberes Seitenband - USB / Unteres Seitenband - LSB) möglich ist. Ansonsten ist Fax- und Funkfernschreibempfang unmöglich! Der Empfänger muss ferner eine Kopfhörerbuchse enthalten, damit die Verbindung zum PC hergestellt werden kann. Wenn man Funkfernschreiben des DWD auf der Langwelle empfangen will, muss der Empfänger bis 147 kHz abstimmbar sein. Oft wird als Untergrenze 150 kHz angegeben, der Empfänger lässt sich dann aber doch bis 147 kHz abstimmen (Einfach ausprobieren!). Wenn man die Software-Programme HamComm und JVFax verwendet, ist die Abstimmungsgüte (Schrittbreite) nicht so entscheidend. Bei anderen Programmen kann es damit möglicherweise Probleme geben. Wenn automatischer Empfang über einen längeren Zeitraum beabsichtigt ist, sollte der Empfänger frequenzstabil (hochwertig) sein.

  • Laptop

    Bei Verwendung von DOS-basierten Programmen spielt die die Güte des Laptops eine untergeordnete Rolle. Auf unserer Englandreise haben wir mit einem "Uralt"-Laptop (30 MHz) ohne Probleme gearbeitet. Die Programme benötigen denkbar wenig Speicherplatz. Die Anforderungen bei Windows-basierten Programmen sind in der Regel höher. Da Windows 95/98 aber bereits höhere Anforderungen stellt, ist das dann auch kein Problem. Es ist natürlich von grossem Vorteil, wenn der Laptop auf 12 V (Autoadapter) läuft, da man dann keine Probleme mit der Bordspannung bekommt. Ansonsten sind bei den älteren Laptops in aller Regel die Akkus defekt, so dass ein Einsatz an Bord nur begrenzt möglich ist (abends im Hafen bei Landanschluss). Habe mittlerweile aber die Erfahrung gemacht, dass viele Laptops einfach (ohne Autoadapter) an 12 Volt angeschlossen werden können und auch problemlos laufen. Nur der Akku wird nicht geladen, aber der ist ja doch in aller Regel defekt!!

  • Software

    Die oben genannten DOS-basierten Programme können aus dem Netz heruntergeladen werden (s. entsprechende Hinweise auf meiner Wetter-Seite). Windows-basierte Programme werden u. a. vom Verlag Delius Klasing angeboten. Mittlerweile (17. 12. 2000) gibt es auch ein Windows-basiertes Free-ware Programm, das relativ einfach zu handhaben ist (MMTTY) und auf meiner Seewetter-Seite heruntergeladen werden kann. Das Programm ist aber (meiner gegenwärtigen Kenntnis und Erfahrung nach) nur zum Dekodieren der eigentlichen Seewetterberichte geeignet. Im Gegensatz zu "HamComm" zum Beispiel können keine anderen Verfahren (z.B. NAVTEX) als Baudot und keine Stationsmeldungen des DWD (SYNOP) entschlüsselt werden.

  • Antenne

    Man benötigt eine gute Antenne in Form einer Aktivantenne oder des Achterstags, das über einen Koppler und evtl. ein Antennenanpassgrät angeschlossen werden muss.

    Weitere Hinweise finden Sie z. B. auf der folgenden Seite.

    und in den folgenden Büchern:

    D. Karnetzki
    Wetterkarten mit PC-Software
    Delius-Klasing Verlag
    Bielefeld 1994

    M. Marunge
    PCs auf Yachten
    Delius-Klasing Verlag
    Bielefeld 1997